Aktueller Newsletter

 

Spa eMotion Dialog - Newsletter 02/2010
 
Vorwort
Wir freuen uns sehr über die positive Resonanz und die zahlreichen Zuschriften zu unserem ersten Newsletter Spa eMotion Dialog, der im März erschienen ist.
 
Nun halten Sie die zweite Ausgabe in den Händen - bzw. lesen sie auf dem Bildschirm. Da wir dem Begriff „Dialog“ im Titel unseres Newsletters immer gerecht werden wollen, haben wir - neben einigen anderen spannenden Themen - u.a. Interviews mit vier sehr erfolgreichen Spa-Profis geführt, um ihre Meinung zu aktuellen Themen zu erfahren. Zudem sprechen wir mit der Geschäftsführerin des ersten Dove Day Spas in Deutschland, Frau Alexandra Burger, über ihre Erfahrungen in Hamburg und berichten von einer sehr interessanten Ausstellung zum Thema „Gesundheitsland Schweiz“ in Zürich. 
 
Inhalte dieser Ausgabe
 
Interviews mit vier Top-Spa-Profis:
Das Dove Spa in Hamburg
 
Ausstellung „Zauberberge: die Schweiz als Kraftraum und Sanatorium“
 
Spa eMotion goes University - Teil 1
 
Spa eMotion goes University - Teil 2
 
Feed-Back
 
Gerne schreiben Sie uns weiterhin Ihre Eindrücke, Meinung und Anregungen zu Spa eMotion Dialog: wir freuen uns auf Ihr Feed-Back!
 
Herzliche Spa-Grüße vom sonnigen Bodensee,
Vera Srock & Raoul Kroehl
(Geschäftsführung)
 

Interviews mit vier Top-Spa-Profis
 
1. Ingo Oswald - Spa-Manager Wellnesshotel Bergkristall
 
1. Was ist Ihr beruflicher Hintergrund, wie kamen Sie zum Spa-Business und dem Beruf des Spa-Managers oder Geschäftsführers?
Nach 8-jähriger Offizierslaufbahn in der Bundeswehr folgte Wechsel in Sport- & Fitnessbranche mit Abschluss als Fitnessfachwirt IHK, Qualified Personal Trainer (Jennifer Wade), Master-Fitness-Trainer (Axel Gottlob) und div. Fachfortbildungen.
Der Wechsel in den Bereich SPA Management erfolgte bei AIDA Cruises und durch interne Firmen-Fortbildungen & Trainings und anschließende Verantwortung über die SPA Bereiche an Bord der Schiffe AIDAblu und AIDAaura.
 
2. Was macht das Spa, welches Sie gerade führen, besonders bzw. einzigartig?
Das Kristall SPA im Wellnesshotel Bergkristall überzeugt durch einen sehr ganzheitlichen Ansatz und die entsprechende Angebotsausrichtung.
Der Slogan / Claim „Wellnesshotel Bergkristall - meine Kraftquelle“ steht als Synonym für hohe Fachkompetenz, Qualität der Behandlungen, die individuelle Wahrnehmung & Erfüllung der Gästebedürfnisse und den unverwechselbaren „Charme und das Flair“ eines mit viel Herzblut geführten traditionsreichen Familienbetriebes.
 
3. Was macht für Sie aus persönlicher Wahrnehmung einen Spa-Besuch zu einem besonderen Erlebnis bzw. was und wo war für Sie bisher Ihr bestes Spa-Erlebnis ?
Die Wahrnehmung der individuellen Bedürfnisse und die darauf aufbauende Behandlung.
Damit eng verbunden ist die Kompetenz der Mitarbeiter - die Therapeuten mit den „goldenen Händen“ und der Fähigkeit, sich ganz auf den Gast einstellen zu können.
 
4. Was machen Sie konkret in Ihrem Spa-Unternehmen um Ihre Mitarbeiter zu binden?
Meiner Meinung nach ist der Faktor „Kommunikation“ ein entscheidender Schlüssel zur langfristigen Bindung guter MA.
Regelmäßige Meetings mit direktem Informationsfluss stellen dabei nur eine unabdingbare Basis dar. Darüber hinaus werden kontinuierlich individuelle MA-Feedbackgespräche geführt, in denen vergangene Leistungen analysiert und zukünftige Ziele gemeinsam definiert und festgelegt werden.
Ein weiterer Faktor ist die individuelle Förderung der MA und das gemeinsame Erarbeiten eines „Karriereplanes“, d.h. die Vorausschau auf das folgende Jahr und die zielorientierte Maßnahmenplanung (mit Fachfortbildungen, fachübergreifenden Trainings, Besuchen anderer SPAs und Förderung des Austauschs mit Kollegen).
Der MA wird als wertvolles Mitglied in der „Familie Bergkristall“ angesehen und wertgeschätzt. Die Übertragung und Abgabe von festen Verantwortungsbereichen an die MA fördert das „Wir-Gefühl“ und die Identifikation mit dem Betrieb.
 
5. Welche Instrumente setzen Sie im Spa ein um die Qualität zu entwickeln bzw. langfristig zu halten?
Regelmäßige Stärken-Schwächen-Analysen werden in allen Bereichen des SPAs durchgeführt.
Kontinuierlich aufbauende interne & externe Trainings werden an die Ergebnisse dieser Analysen angepasst und führen zur Angleichung der hausinternen SPA-Standards.
Darüber hinaus werden regelmäßige „Mystery Checks“ im SPA und dem Haus durchgeführt, deren Ergebnisse in die o.a. Trainingsmaßnahmen einfließen.
Ein weiterer Aspekt ist die sehr wichtige Phase der Einarbeitung neuer MA - hier müssen Standards definiert werden, um einen reibungslosen und dem Niveau des Hauses entsprechenden Eingliederungsprozess sicherzustellen.
Der unter Frage 4 angesprochene Faktor des Austauschs mit Kollegen und Besuche anderer SPA-Einrichtungen fördert die „Qualitätswahrnehmung“ der MA und die selbstkritische Betrachtung der eigenen Anlage / Leistung.
Dieses „Über-den-Tellerrand-Schauen“ halte ich für ein sehr wichtiges Tool zur Steigerung & Erhaltung der eigenen Qualitätsstandards.
 
6. Inwieweit waren Sie von der Wirtschaftskrise betroffen bzw. welche Maßnahmen haben Sie ergriffen Ihre bestehenden Kunden zu halten als auch Neukunden aktiv zu gewinnen?
Die Wirtschaftskrise traf in meiner vorangehenden Verwendung v.a. den Bereich der externen Badegäste und Besucher des Thermalbades / Römisch-Irischen Bades und Saunadorfes. Hier wurden deutlich reduzierte Besucherzahlen festgestellt. Darüber hinaus war natürlich auch der Bereich Beauty -Produktverkauf betroffen.
Diese Entwicklung war in der ganzen Destination Leukerbad zu beobachten und führte zu einem „Zusammenrücken“ der Leistungsträger und der vermehrten Entwicklung betriebsübergreifender Marketingkonzepte.
 
7. Welche Spa-Angebote werden bei Ihnen am häufigsten gebucht?
Welche Trends bzw. Entwicklungen sehen Sie in der Angebotsgestaltung in der Zukunft?
Auch im Kristall SPA sind es die Klassiker, die unsere „Renner“ darstellen - klassische Ganzkörper- & Teilkörpermassagen und die klassische Gesichtsbehandlung. Gute Buchungs- & Umsatzzahlen erreichen wir darüber hinaus mit ayurvedischen Massagen, v.a. Abhyanga. Einen hohen Anteil an Folgebuchungen erzielen wir durch Shiatsu - hier nutzen v.a. Gäste mit akuten Beschwerdebildern regelmäßige Anwendungen auch im Rahmen unserer Day SPA Angebote.
Die Angebotsgestaltung der Zukunft sollte meiner Meinung nach dem Gast größtmögliche Entscheidungsspielräume bieten, d.h. Flexibilität in der Buchung der Anwendungen
(ggfs. die bereits existierende Buchung von Zeitfenstern statt fixer Treatments) und sich an fachlich fundierten / medizinisch wirksamen Behandlungsformen orientieren.
 
8. Nach welchen Kriterien wählen Sie Ihre Spa-Mitarbeiter aus?
Im Rahmen der MA-Rekrutierung halte ich mich an das Motto „Hire the heart, then train the hand and the brain“.
Trotzdem sollte der MA eine gute Grundausbildung in Form von staatlich anerkannten Berufsabschlüssen mitbringen. Von reinen Fernlehrgängen der zahlreichen Wellness Fortbildungsinstitute halte ich weniger, diese ersetzen meiner Meinung nach keinen staatlichen Abschluss.
Wichtig ist mir darüber hinaus, das unser bestehendes SPA-Team in den Entscheidungsprozess einbezogen wird - dies realisieren wir im Bergkristall mit „Schnuppertagen“ für die neuen Bewerber. Das Feedback der MA wird bei der Selektion der neuen Mitarbeiter
berücksichtigt.
 
9. Wie sieht für Sie das Spa der Zukunft aus?
Das SPA der Zukunft ist auf eine noch höhere Beratungsqualität als heutzutage angewiesen, v.a. bedingt durch die vermehrten medizinischen Krankheitsbilder der Gesellschaft.
Die Ganzheitlichkeit des SPAs (im Rahmen des stimmigen Gesamtkonzeptes des Hauses) muss gegeben sein und die MA nehmen immer mehr die Rolle eines Lifestyle-Beraters / Coaches ein.
Meiner Meinung nach werden gerade in SPA-Bereichen derzeit Kundenbindungsprogramme noch viel zu selten oder unstrukturiert umgesetzt - dies gilt es in Zukunft unbedingt zu vermeiden.
Das SPA der Zukunft wird sich als eigenständiges Outlet im Haus etablieren und eine Spezialisierung weiter vorantreiben.
 
10. Was würden Sie Personen raten, die sich für den Beruf des Spa-Managers interessieren und sich innerhalb dieses Berufsbildes entsprechend aus-/weiterbilden lassen möchten?
Für den Beruf des Spa Managers ist eine Grundausbildung in einem der klassischen Bereiche Massage, Beauty, Therapie sicherlich von Vorteil.
Trotzdem darf der immer wichtiger werdende Teil der betriebswirtschaftlichen Kenntnisse und Management-Fähigkeiten nicht unterschätzt oder vernachlässigt werden.
Im Rahmen einer Ausbildung zum SPA Manager ist ein anerkannter Abschluss (z.B. mit Handelskammer / IHK-Abschluss) zu bevorzugen.
 
 
2. Thomas Zimmermann - Spa-Manager Wald- und Schlosshotel Friedrichsruhe
 
1. Was ist Ihr beruflicher Hintergrund, wie kamen Sie zum Spa-Business und dem Beruf des Spa-Managers oder Geschäftsführers?
Mein beruflicher Hintergrund besteht aus den Ausbildungen als Koch und dem Fitnessfachwirt. Bevor ich in der Fitnessbranche tätig war, arbeitete ich als Koch in gutsituierten Hotels/Restaurants. Nebenbei trainierte ich regelmäßig in Fitnesszentren. Nach einigen Jahren in der Gastronomie und diversen Ausbildungen im Fitnessbereich wechselte ich dann in die Fitness-, Gesundheitsbranche. Machte mein Hobby zum Beruf. Nebenbei besuchte ich noch Informatikschulungen, Kaufmännische -, Massage -, Ausbildungen usw. Vor ca. 10 Jahren erhielt ich die Möglichkeit als Spa Manager zu arbeiten und bereue es heute noch nicht, dass ich diese Herausforderung angenommen habe.
 
2. Was macht das Spa, welches Sie gerade führen, besonders bzw. einzigartig?
Das Ambiente, die Großzügigkeit, die Einrichtung, die Ruhe. Das Team das für mich besonders und einzigartig ist. Es ist auf das Spa wie zugeschnitten.
 
3. Was macht für Sie aus persönlicher Wahrnehmung einen Spa-Besuch zu einem besonderen Erlebnis bzw. was und wo war für Sie bisher Ihr bestes Spa-Erlebnis?
Jeder Spa bietet aus meiner persönlichen Wahrnehmung ein besonderes und individuelles Erlebnis. Jeder Spa hat seine „Persönlichkeit“. Mein schönstes Spa Erlebnis? Das kann ich nicht beantworten, weil jeder Spa was Spezielles hat und ist. Auf den Malediven ist mir aufgefallen, die Freundlichkeit, das Dienstleistungsorientierte denken der Mitarbeiter und der Anwendung.
 
4. Was machen Sie konkret in Ihrem Spa-Unternehmen um Ihre Mitarbeiter zu binden?
Regelmäßige Schulungen, Mitarbeitergespräche, fordern und fördern. Ich rekrutiere hauptsächlich Mitarbeiter aus der Region, die fühlen sich mit dem Unternehmen stärker verbunden.
 
5. Welche Instrumente setzen Sie im Spa ein um die Qualität zu entwickeln bzw. langfristig zu halten?
Um die Qualität zu halten, werden Standards entwickelt. Am besten schriftlich und mit Bilder versehene Vorlagen. Alle 2 Jahre finden Gästebefragungen statt, nicht einfach mit aufgelegtem Fragebogen wo sich die Gäste bedienen können sondern mit einer persönlichen Befragung mit einer Unternehmensunabhängigen Person.
 
6. Inwieweit waren Sie von der Wirtschaftskrise betroffen bzw. welche Maßnahmen haben Sie ergriffen Ihre bestehenden Kunden zu halten als auch Neukunden aktiv zu gewinnen?
Wir haben in der Wirtschaftskrise eröffnet (November 2008) und waren sehr überrascht wie gut die Angebote gekauft und genutzt wurden. Das hat uns gezeigt, dass man auch in schwierigen Jahren, mit sehr guter Qualität und einem guten Preis-, Leistungs-, Verhältnis überstehen kann.
 
7. Welche Spa-Angebote werden bei Ihnen am häufigsten gebucht?
Welche Trends bzw. Entwicklungen sehen Sie in der Angebotsgestaltung in der Zukunft?
Die Klassiker, Gesichtsbehandlungen, Massagen werden am häufigsten gebucht. Die Entwicklungen gehen im Moment Richtung „Natur“ und „Anti - Aging“ kombiniert.
 
8. Nach welchen Kriterien wählen Sie Ihre Spa-Mitarbeiter aus?
Nach dem Gasthandling, nach der Dienstleistungsorientierung, Fachwissen, die Ausstrahlung ist dabei ganz wichtig. Lebt er Wellness vor oder macht er nur seinen Job. Die Interessenten laden wir zu einem sogenannten „Schnuppertag“ ein, um den vielleicht zukünftigen Mitarbeiter besser kennenzulernen und ob er auch in das bestehende Team passen würde.
 
9. Wie sieht für Sie das Spa der Zukunft aus?
Viel Raum (Platz), Tageslicht, stilvolles aber nicht überladenes Ambiente, stilvolle und in die Umgebung passende Spa - Architektur.
 
10. Was würden Sie Personen raten, die sich für den Beruf des Spa-Managers interessieren und sich innerhalb dieses Berufsbildes entsprechend aus-/weiterbilden lassen möchten?
Der Beruf „ Spa Manager“ setzt sich aus vielen kleinen Bausteinen von verschiedenen Berufsbildern (Kosmetik, Masseur, Fitness, Betriebswirtschaft, Hotel) zusammen. Es ist von Vorteil, wenn man aus einem von vorhin aufgezählten Bereich Erfahrung mitbringt. Er wird immer anspruchsvoller, professioneller und abwechslungsreicher.
 
3. Angela Jeretzky - Geschäftsführerin Freizeitbäder Herford H2O
 
1. Was ist Ihr beruflicher Hintergrund, wie kamen Sie zum Spa-Business und dem Beruf des Spa-Managers oder Geschäftsführers?
Wir, die Stadtwerke Herford GmbH, betreiben eine Sport- und Freizeitbad, mit einem großen Saunabereich. Kundenwünsche stehen bei uns immer im Vordergrund. Mit dieser Erweiterung unserer Einrichtung haben wir für die Gäste eine Abrundung des Wohlfühleffektes geschaffen. Unsere Gästen empfinden einen Aufenthalt in unserem Saunabereich mit großen Garten, immer als “Urlaubstag“. Diesen Eindruck können sie mit unseren verschiedenen Angeboten noch abrunden bzw. verstärken.
 
2. Was macht das Spa, welches Sie gerade führen, besonders bzw. einzigartig?
Einzigartig ist unser Spa durch das Ambiente. Ein 5 * Spa in einem Sport- und Freizeitbad, welches selbst in 5* Hotels so nicht oft vorhanden ist. Abgerundet durch unser qualifiziertes, sehr kundenorientierte und kompetentes Personal. Dies wurde von unseren Gästen im April 2010, in einer Umfrage durch einen externen Berater, so zurück gemeldet.
 
3. Was macht für Sie aus persönlicher Wahrnehmung einen Spa-Besuch zu einem besonderen Erlebnis bzw. was und wo war für Sie bisher Ihr bestes Spa-Erlebnis ?
Ein besonderes Erlebnis ist ein Spa-Besuch dann, wenn meine Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern noch übertroffen werden. Das “Rund-um Wohlfühlpaktet“ mit abschließendem Higlight.
Beginnend mit Sauberkeit und Ordnung, freundlichem und zuvorkommenden Personal. Wahrung der Intimsphäre und äußerste Diskretion.
Mein bestes Spa Erlebnis war in einem 5* Haus, eine Marma-Punkt Massage.
 
4. Was machen Sie konkret in Ihrem Spa-Unternehmen um Ihre Mitarbeiter zu binden?
Ich stehe jederzeit für ein Gespräch zur Verfügung. Ob private Probleme, Konflikte unter den Mitarbeitern oder Anregungen für den Arbeitsbereich, wo die Mitarbeiter Hilfe benötigen, wird ihnen geholfen. Zu dem führen wir regelmäßig verschiedene Schulungen und Seminare durch, Coachings werden angesetzt, Workshops finden statt, Messen können besucht werden und die Kosten dafür übernimmt das Unternehmen.
Eine weitere Komponente ist eine Leistungszulage, die durch erreichen festgelegter Parameter zur Ausschüttung kommt.
 
5. Welche Instrumente setzen Sie im Spa ein um die Qualität zu entwickeln bzw. langfristig zu halten?
Schnelle Bearbeitung und Aufarbeitung im Beschwerdemanagement, sowie regelmäßige Überprüfung durch Befragung unserer Kunden. Auch durch so genannte “Mystery-Checks“ bekommt man immer sehr dezidierte Aussagen. Außerdem bieten sich “Konkurrenzanalysen“ an, hier besteht die Möglichkeit Mitarbeiter/innen zu ermöglichen in anderen Einrichtung Behandlungen zu genießen und dann aufzuschreiben, was auffällig war. Ich bin immer wieder erstaunt, wie sensibel die Mitarbeiter/innen doch sind. Dabei stellen sich die Mitarbeiter/innen immer wieder die Frage: “Verhalten wir uns auch so gegenüber unseren Kunden?!!“.
 
6. Inwieweit waren Sie von der Wirtschaftskrise betroffen bzw. welche Maßnahmen haben Sie ergriffen Ihre bestehenden Kunden zu halten als auch Neukunden aktiv zu gewinnen?
Von der Wirtschaftskrise waren wir bisher nicht betroffen. Gleich bleibend hohe Qualität und kontinuierlich gute Leistungen, hier auch besonders von den Mitarbeitern, sind meiner Meinung nach die wichtigsten Gründe für unsere Gästezahlen. 
Wir präsentieren uns auf Veranstaltungen und Messen, deren Zielgruppen/ Zielgruppen sich mit unseren decken. Mund - zu Mund - Propaganda ist auch ein wichtiger Faktor, den kein Unternehmen unterschätzen sollte.
 
7. Welche Spa-Angebote werden bei Ihnen am häufigsten gebucht?
Welche Trends bzw. Entwicklungen sehen Sie in der Angebotsgestaltung in der Zukunft?
Klassische Angebote, wie Rücken - und Ganzkörpermassagen, mit und ohne Aromaöle, aber auch Halb- und Ganztages Pakete erfreuen sich großer Beliebtheit.
Ich denke, in Zukunft wird der Kunde noch mehr auf Qualität und einen, gut organisierten “Urlaubstag“ Wert legen, an dem er sich um nichts kümmern muss und ihm jeder Wunsch erfüllt wird. 
 
8. Nach welchen Kriterien wählen Sie Ihre Spa-Mitarbeiter aus?
Unsere Mitarbeiter müssen Teamfähigkeit, gute Qualifikationen und Einsatzbereitschaft mitbringen. Sie müssen Menschen mögen und mit dem “Herzen“ ihrer Arbeit nachgehen. Eine positive Einstellung und Liebe zur Arbeit mit Menschen strahlen die Mitarbeiter dann auch aus. Der Kunde spürt sofort ob der Mitarbeiter eine “Pflichtprogramm" oder “Kürprogramm“, abliefert.
 
9. Wie sieht für Sie das Spa der Zukunft aus?
Spa der Zukunft heißt in unserem Fall “Urlaub ohne Koffer“ mit Verwöhnprogramm.
Für den Hotel Bereich heißt dies meiner Meinung nach: Sport, Fitness und Wellness, und damit Anspannung und Aktion, auf der einen Seite und Entspannung auf der anderen Seite, zu vereinen.
Entsprechende Konzepte zu entwerfen und diese auf gleich bleibenden, hohen Niveau, um zu setzen.
In Zukunft wird der Kunde noch mehr Wert auf ein gutes bis sehr gutes Preis / Leistungsverhältnis legen.
Hier gibt es noch viel Arbeit. In den meisten Hotels muss mit den Grundlagen wie Kommunikation mit Mitarbeitern und vom Mitarbeiter gegenüber dem Kunden, (nochmals?) begonnen werden. Vom Thema Sauberkeit, Reinigung usw. mal ganz abgesehen.
Kurz gesagt: Wo 4 * draufsteht sollten 4 * drin sein, nicht eine Mogelpackung. Es gibt viel zu tun!!
 
10. Was würden Sie Personen raten, die sich für den Beruf des Spa-Managers interessieren und sich innerhalb dieses Berufsbildes entsprechend aus-/weiterbilden lassen möchten?
Die erste Voraussetzung ist, Spaß an der Arbeit und dem Umgang mit Menschen zu haben ist: “Ich muss Menschen mögen!“
Eine fundierte, qualifizierte Ausbildung im Behandlungsbereich. Berufserfahrung, soziale Kompetenz und Wertschätzung von Mitarbeitern und Gästen ist eine Voraussetzung um eine Führungsposition zu übernehmen.
Permanente Arbeit zur Erweiterung der eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten, sowohl im Fachbereich als auch zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, sind Voraussetzung um dauerhaft, den ständig steigenden Anforderungen gewachsen zu sein.
 
4. Sven Huckenbeck - Spa Director Brune Balance med
 
1. Was ist Ihr beruflicher Hintergrund, wie kamen Sie zum Spa-Business und dem Beruf des Spa-Managers oder Geschäftsführers?
- Diplomsportwissenschaftler
- Heilpraktikerausbildung
- Therapeut für Akupunkt-Massage nach Penzel
- Wirbelsäulenbehandlung nach Dorn / Breuss
Suche nach neuem Wirkungsrahmen, Pre-Opening und Aufbau des Falkensteiner Grand SPA Hotels in CZ, durch überzeugende administrative Steuerung und hohe Einsatzbereitschaft Übernahme der Gesamtverantwortung SPA incl. Med SPA, nach 3 ½ Jahren 24 % des Gesamtumsatzes mit 42 SPA Mitarbeitern.
Danach Direktor Spa & Sports im Kempinski Grand Hotel Heiligendamm, anschließend Direktor Brune Balance med.
 
2. Was macht das Spa, welches Sie gerade führen, besonders bzw. einzigartig?
Die inhaltliche Vernetzung und die Qualität der Angebote. Dazu kommt das echte Interesse der Therapeuten den Gästen bei Problemen zu helfen. Das Ganze findet in einem außergewöhnlich geschmackvollen Ambiente statt und im Sinne der Nachhaltigkeit befindet sich dieses außergewöhnliche Objekt in einer sehr wirksamen Umgebung.
 
3. Was macht für Sie aus persönlicher Wahrnehmung einen Spa-Besuch zu einem besonderen Erlebnis bzw. was und wo war für Sie bisher Ihr bestes Spa-Erlebnis ?
Das schönste Erlebnis ist die authentische und in meinem Sinne lösungsbezogene Aufmerksamkeit der Mitarbeiter. Respektvolle Freundlichkeit in Verbindung mit exzellentem Handwerk habe ich in den unterschiedlichsten Bereichen erleben dürfen: bei einer Gesichtsbehandlung, einer Pediküre ebenso bei verschiedenen Massagen.
 
4. Was machen Sie konkret in Ihrem Spa-Unternehmen um Ihre Mitarbeiter zu binden?
Ich respektiere die Bedürfnisse und die Kompetenz der Mitarbeiter. Die Wertschätzung jedes Einzelnen Mitarbeiters ist sehr wesentlich für die Konstanz im Team. Natürlich muss eine Atmosphäre für konstruktive Kritik geschaffen werden. Lob und Tadel müssen zeitnah und fachlich einwandfrei erfolgen. Dennoch versuche ich im Rahmen der Möglichkeiten für gute Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter zu sorgen. Beispiel: wenn wir Gesundheit verkaufen, sollte dieser Aspekt auch bei der Mitarbeiter Verpflegung angemessen berücksichtigt werden.
 
5. Welche Instrumente setzen Sie im Spa ein um die Qualität zu entwickeln bzw. langfristig zu halten?
Natürlich wird mit Fragebögen gearbeitet, die einer statistischen Auswertung unterliegen. Noch wichtiger ist für mich, mit den Gästen direkt zu sprechen. Nur so erhalte ich die feinen Informationen, die in einem Fragebogen nicht erfasst werden können.
Einzelne Behandler sind für Treatmentstandards bestimmter Treatment verantwortlich. Alle Mitarbeiter werden regelmäßig von diesen Verantwortlichen innerhalb des Teams geschult. Stichproben sind normal.
Alle Mitarbeiter sind angehalten die Qualität und den Service ständig zu verbessern und zu optimieren. Vorschläge werden überprüft und die Standards nach Bedarf angepasst.
 
6. Inwieweit waren Sie von der Wirtschaftskrise betroffen bzw. welche Maßnahmen haben Sie ergriffen Ihre bestehenden Kunden zu halten als auch Neukunden aktiv zu gewinnen?
Wir haben durch diese Gangart in der Krise innerhalb eines Jahres etwa 40 % mehr Umsatz pro Monat erwirtschaftet.
 
7. Welche Spa-Angebote werden bei Ihnen am häufigsten gebucht?
Welche Trends bzw. Entwicklungen sehen Sie in der Angebotsgestaltung in der Zukunft?
Die Renner sind wie überall: Rückenmassage, Ganzkörpermassage, Pediküre. Etwas Besonderes sind die Körperpeelings aus eigener Herstellung.
Die Zukunft liegt in wirkungsvollen Behandlungskonzepten und Kombinationen, die Probleme lösen. Chi-Chi-Behandlungen werden zurückgehen.
 
8. Nach welchen Kriterien wählen Sie Ihre Spa-Mitarbeiter aus?
Fachliche Qualifikation und Freude an der Arbeit sind Grundvoraussetzung. Die wichtigsten Eigenschaften sind jedoch aufrichtiges Interesse für die Bedürfnisse der Gäste und problemlösendes Verhalten im Team. Die Übernahme von Verantwortung und nicht zuletzt die Qualität der Berührung sind für mich entscheidend für die Einstellung.
 
9. Wie sieht für Sie das Spa der Zukunft aus?
Wie auch immer die Inhalte zusammengestellt sind, sie sollten regionalen Bezug besitzen und authentisch umgesetzt werden. Hilfreich ist sicherlich eine thematische Ausrichtung des Spa‘s damit bestimmte Wirkungen leicht verständlich kommuniziert werden können. Auf jeden Fall wird die Wirksamkeit der Anwendungen weiter an Bedeutung gewinnen.
 
10. Was würden Sie Personen raten, die sich für den Beruf des Spa-Managers interessieren und sich innerhalb dieses Berufsbildes entsprechend aus-/weiterbilden lassen möchten?
Der Beruf des SPA Managers stellt eine ganz besondere Herausforderung dar. Die Grätsche zwischen harter Realität von Zahlen, Fakten & Budgets in Verbindung zu bringen mit den operativen Voraussetzungen für intimste Zuwendung, therapeutischer Arbeit und Mitarbeiterführung in einem nahezu spirituellen Umfeld ist eine schwer zu fassende Aufgabe. Notwendiges Handwerkszeug ist in jedem Fall erforderlich, um einen SPA-Betrieb in einen wirtschaftlichen Zusammenhang zu bringen. Auch die Beziehungen zwischen Hotelauslastung und SPA-Umsatz sollten interpretiert werden können.
Empfehlenswert sind gezielte Seminare, Netzwerke oder ein Training on the job. Weiterbildung ist in jedem Unternehmen der Schlüssel zum Erfolg!
 
Dove Spa Hamburg
 
Es gibt Orte, die einen Besucher wirklich positiv überraschen. Die Adresse „Strandkai 1“ in der Hamburger Hafencity verheißt ja schon gutes, aber sowohl die Architektur des neuen Unilever-Gebäudes, in dessen Erdgeschoss sich das erste Dove Spa in Deutschland befindet, als auch die Lage direkt an der Anlegestelle der großen Kreuzfahrtschiffe - dem Kreuzfahrtterminal - ist beeindruckend. Es empfängt den Besucher gleich eine Urlaubsatmosphäre, eine Mischung aus Fernweh und Loslösung vom Alltag. Ein Langnese Bistro lädt mit roten Liegestühlen zum verweilen ein und unzählige Passanten und Touristen flanieren umher.
 
Spa eMotion führte ein Interview mit Alexandra Burger, der Geschäftsführerin des Dove Spas:
 
F. Frau Burger, wie sind Sie zum Beruf der Spa-Managerin gekommen?
A. Nach meinem Abschluss an einem Wirtschaftsgymnasium war mir sehr schnell klar, dass mich die pure Welt der Zahlen nicht glücklich machen würde und so begann ich die Ausbildung zur staatlich geprüften Kosmetikerin an einer privaten Berufsfachschule in Hessen. Freude an Ästhetik und Schönheit sowie mein persönliches Interesse haben mich mit viel Enthusiasmus zu meinem Beruf geführt. Mein fachliches Wissen und unternehmerisches Denken sowie Handeln konnte ich durch offene und erfahrene Kollegen und Vorgesetzte stetig erweitern, bis mir dann vor 5 Jahren die Chance gegeben wurde, selbst ein Spa in einem Hotel zu leiten, das Victor’s Residenz Hotel Schloss Berg im Saarland.
 
F. Wie verliefen Ihre Ausbildungswege bis dahin?
A. Der klassische Weg: Kosmetikerin, Visagistin & Hairstylistin, Wellnessmasseurin, medizinische Fußpflegerin; ergänzt um interne Trainings im Hotel und der Teilnahme am Spa Manager Profi Kurs.
 
F. Wie haben Sie das Interesse für Spas bei sich entdeckt?
A. Ich wollte eigentlich nie in einem kleinen „dörflichen“ Institut in der Kabine arbeiten. Mich reizte schon immer die Vielfalt in den Aufgaben, bei den Gästen und die damit verbundenen Herausforderungen.
 
F. Was war bisher Ihre beste Spa-Behandlung, welche Sie selbst genießen durften?
A. Der Besuch des Hamams im Adam&Eve Hotel in der Türkei 2008.
 
F. Wie sind Sie in Kontakt zu Dove bzw. Unilever gekommen?
A. Der Kontakt entstand über Frau Srock, der Geschäftsführerin von Spa eMotion. Zu dieser Zeit hatte ich mich an Frau Srock gewendet mit dem Wunsch, mich beruflich weiterentwickeln zu wollen. Frau Srock beriet mich sehr fundiert hinsichtlich aufbauender Karrieremöglichkeiten und bot mir die einmalige Möglichkeit in das exponierte Projekt von Unilever mit dem Dove Spa einzusteigen.
 
F. Was war Ihre Motivation, sich selbstständig zu machen?
A. Eigentlich ergab sich dieser Gedanke erst durch die Vertragskonstellation, welche Unilever zur Auflage machte. Ich glaube, ohne diese Forderung hätte sich die Frage der Selbständigkeit noch nicht ergeben - aber zum Thema „Suche nach einer neuen Herausforderung“ war dieser Schritt sicherlich der Richtige!
 
F. Wie ist aus Ihrer Sicht die Zusammenarbeit mit einem Konzern wie Unilever?
A. Erfrischend, nie langweilig und man lernt immer dazu! Die Wege werden nicht kürzer, auch wenn man fast „Tür an Tür“ arbeitet. Auf der anderen Seite ist es hervorragend, mit so einer starken Marke zusammen arbeiten und davon lernen zu dürfen.
 
F. Wie läuft Ihr Spa, wie zufrieden sind Sie?
A. Erschreckend gut! Trotz der allgemeinen Wirtschaftskrise ist bei uns nichts davon zu spüren - viele Gäste buchen unsere Angebote sogar regelmäßig. Das mag auch daran liegen, dass wir gemäß der Philosophie der Marke Dove keinen Luxusaufschlag verlangen, sondern mit einer Preis-Positionierung von € 0,80/Minute sehr attraktiv sind. Und das zahlt sich eben aus…
 
F. Ihren Sprung in die Selbstständigkeit - welche Erfahrungen haben Sie gemacht?
A. „Mut zur Lücke“ - ich glaube, das war die Lektion, welche in nach einer Weile erfahren und abspeichern musste. Es entstehen als Jungunternehmerin so viele neue Themen, die man beim besten Willen nicht alleine bewältigen kann. Sich da treu zu bleiben, seine persönlichen Kompetenzen zu kennen und zu vertrauen, nicht zu verzweifeln und andere mitwirken zu lassen war schlussendlich gesünder für mich. Aber schwierig, wenn man sonst gerne alles alleine regeln möchte. Es ist eben mehr als eine „Abteilung“: es ist ein Unternehmen, was geführt werden will!
 
F. Wie stellt sich der Hamburger Spa-Markt dar?
A. Sehr vielfältig, aber ich habe festgestellt, dass die Hanseaten sehr treu sind, wenn sie sich erst einmal für ein Angebot entschieden haben.
 
F. Wie differenzieren sie sich z.B. vom Nivea-Haus hier in Hamburg?
A. Im Dove Spa steht nicht die Marke, sondern das Gefühl im Vordergrund. Zudem fahren wir vollste Kompetenz in der Technik der kosmetischen Anwendung und bei den professionellen Spa-Pflegeprodukten auf, welche auch nur exklusiv im Dove Spa erhältlich sind. Die Philosophie ist auf Persönlichkeit ausgerichtet, nämlich dem eigentlichen Sinn einer Spa-Anwendung: einer Dienstleistung von Mensch zu Mensch!
 
F. Beschreiben Sie bitte das Dove Spa Hamburg: was macht es besonders, warum sollte man zu Ihnen kommen?
A. Das Dove Spa ist ein Ort für Frauen - die hauptsächliche Zielgruppe - die ihre individuelle Schönheit entdecken möchten indem wir sie ermuntern, sich täglich etwas Gutes zu tun. Durch ehrliche Beratung und freundlichen Service in Augenhöhe setzen wir die Philosophie der Marke Dove auf dem professionellen Kosmetikmarkt um. Die Dove Spa Expertinnen machen keine überzogenen Versprechungen und alle kosmetischen Anwendungen sind so individuell wie der Gast selbst. Der Gedanke ist die Spa Welt zu entkrampfen und für jeden zugänglich zu machen. Spa soll kein Luxus sein, sondern ein festes Element im Alltag.
 
F. Aus Ihrer Erfahrung nach jetzt knapp einem Jahr - würden Sie es wieder (so oder anders) machen?
A. Ich bereue nichts! Mit dem heutigen Wissen wäre mir natürlich am Start klarer bewusst gewesen, was auf mich zukommen würde, aber ich freue mich täglich an meinem Weg. Es waren natürlich auch „Wachstumsschmerzen“ zu spüren, aber Gefühle gehören einfach zum Leben dazu, positive wie negative - sonst würde es ja keine Herausforderungen geben.  
 
F. Wo trifft man Sie in 5 Jahren? Wie viele Dove Spas gibt es dann?
A. Bei einem Dove Spa darf es nicht bleiben - dafür setze ich mich ein und ich glaube, das zu Verwirklichen wird meine Aufgabe in den nächsten 5 Jahren sein!
 
 
Ausstellung „Zauberberge: die Schweiz als Kraftraum und Sanatorium.“
 
Im Landesmuseum in Zürich läuft bis Mitte August eine sehr interessante Ausstellung, welche sich mit dem Gesundheitsparadies Schweiz beschäftigt. Ja, es gibt mehr als Banken, Schokolade und pünktliche - in dieser Zeit muss man betonen: klimatisierte - Züge, was die Schweiz zu bieten hat! Die Schweiz als Gesundheitsdestination - das hatte und hat immer noch Potential, wie die Ausstellung verdeutlicht. Sauberes Wasser, gesunde Höhenluft, Thermen, Sanatorien, natürliche Lebensmittel: Birchermüsli und Zauberberg lassen grüßen!
 
Schon seit dem Zeitalter der Aufklärung verweist Dreiklang „Alpen, Freiheit, Gesundheit“ besonders auf die Schweiz. Oft militärisch streng geführt sind die Kliniken wie „Lebendige Kraft“ von Bircher Brenner oder die Schatzalp in Davos, welcher Thomas Mann in seinem Roman der Zauberberg ein literarisches Denkmal setzte. Sein Hans Castorp musste einfach befangen sein von Maschinen, die man seinerzeit "Apparat zur Rumpfhackung" oder "Erschütterung im Reitsitz" nannte. Interessanterweise spiegelt die Ausstellungen diese Entwicklung z.B. mit Geräten der Neuzeit - ein Nackenmuskeltrainer von Kieser sieht sicher auch nicht viel einladender aus. An dieser Stelle sei auch auf den Roman (oder wahlweise die Verfilmung) von T.C. Boyle „Willkommen in Wellville“ verwiesen, der die zum Teil skurrilen Kuren im amerikanischen Sanatorium von Dr. Kellogg (ja, der auch die Cornflakes erfand…) beschreibt.
 
Dennoch ist man ist überrascht, wie langlebig manche Ideen aus der Jahrhundertwende (historisch auch als Gegenmodell zur Industrialisierung zu verstehen) sich bis in unsere Tage erhalten haben, z.B. Bionahrung oder alternative Heilmethoden. Die Alpenmedizin gewinnt immer mehr an Marktrelevanz - auch die Alpenkosmetik, Begriffe wie „Organic“ und „Vegetarisch“ sind genauso neu wie auch alt. Es gilt eben immer wieder die lokalen Ressourcen zu erkennen und authentisch zu bleiben. Und die Kurgäste der Jahrhundertwende sind die LOHAS von heute - nur reiche Patienten konnten sich den Aufenthalt in den Höhenkliniken leisten und heue nennen Soziologen die Wohngegenden wohlhabender Berufstätiger um englische Städte herum den „Müsli-Belt“.
 
Spa eMotion goes University - Teil 1
 
Der Hersteller der sehr erfolgreichen Spa-Software Reservation Assistant, die Firma TAC aus Österreich, hat die RA University zusammen. Diese „Universität“ bündelt zukünftig das Angebot von TAC an Trainings für Interessenten und Nutzer der Software du startete erfolgreich Anfang des Jahres mit 2 Usertrainings mit über 20 Teilnehmern. Ergänzt werden die Präsenzveranstaltungen um sogenannte Webinars: das sind ca. 1 sündige Trainingseinheiten zu verschiedenen Themen, welcher der Nutzer der Software bequem am Arbeitsplatz oder zuhause über das Internet aufrufen kann. Selbstverständlich werden auch diese Trainings im Internet online von einer Webinarleiterin begleitet, welche in Echtzeit die Einheiten betreut und für Fragen zur Verfügung steht.
 
Spa eMotion wurde angefragt, die erste Gastvorlesung in der RA University zu halten, welche am 19. und 20. Oktober in Wien stattfinden wird. Inhalt wird das Thema „Wirtschaftlichkeit im Spa aktiv steuern“ sein: in diesen 2 Tagen erfährt der Spa-Manager alles Wesentliche über den quantitativ und qualitativ erfolgreichen Spa-Betrieb, die Erstellung und Interpretation von Kennzahlen sowie das Reporting für das Spa selbst und gegenüber der Geschäftsführung.
 
Nutzen Sie den Frühbucherrabatt und melden Sie sich bis zum 30.7.2010 vergünstigt an!
 
Weitere Informationen finden Sie unter diesem Link, den Flyer können Sie auch unter diesem Link als PDF Dokument abrufen.
 
Spa eMotion goes University - Teil 2
 
Ein wichtiger Teil der Arbeit von Spa eMotion ist schon immer das Personalmanagement. Darunter verstehen wir nicht nur die Bereiche Personalberatung und Personalvermittlung, sondern gerade auch den Bereich Aus- und Weiterbildung. Es ist uns ein großes Anliegen, z.B. durch unsere erfolgreichen Trainings und Coaching den Spa-Fach- und Führungskräften eine bestmögliche Unterstützung für ihre berufliche Entwicklung im Spa-Business zu geben.
 
Vor diesem Hintergrund ist es für Spa eMotion eine besondere Freude, in Zusammenarbeit mit der renommierten Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Ravensburg erstmalig in Deutschland im Studiengang Tourismus, Hotellerie und Gastronomie ab Oktober 2010 das Vertiefungsfach „Management für Spa-Anlagen und Freizeitbäder“ anzubieten.
 
Das in Zusammenarbeit mit der Studiengangsleiterin Frau Prof. Dr. Brittner-Widmann erarbeitete Curriculum bietet den Studenten der BA Ravensburg in ihrem Hauptstudium die Möglichkeit, einen tiefen Einblick in die Anforderungen und praktischen Tätigkeiten in diesem Bereich zu erlangen.
 
Organisation und Führung von Spa-Anlagen und Freizeitbädern entscheiden maßgeblich über den Erfolg einer solchen Anlage als Profit-Center. An das Management werden dabei besondere Herausforderungen gestellt, die von der professionellen Organisation der Anlage bis hin zur Entwicklung von Konzepten und Angeboten, der Steuerung des Personaleinsatzes und der Betriebsabläufe, der Entscheidung über künftige Investitionen sowie Gestaltung des Marketings reichen. Um diese Vielfalt an Aufgaben angemessen erfüllen zu können, benötigt der Manager einer Spa-Anlage oder eines Freizeitbades nicht nur grundlegende betriebswirtschaftliche Kenntnisse, sondern darüber hinaus vor allem spezielles Wissen über Anwendungen, Konzeption, Planung, Kostenstrukturen, Rentabilität, Personal- und Qualitätsmanagement von Spa-Anlagen und Freizeitbädern.